Enjoy your chocolate!
Es ist inzwischen soweit: auch die letzten Dateiformate können nun abgespielt werden und alles, wirklich alles, was sich bereits in der Docubase befindet, kann nun auch angeschaut werden. Außerdem präsentiert sich die Startseite in leicht verändertem Look - sie zeigt nun die drei neuesten Dokus an und außerdem wirbt das Logo mit einem neuen Spruch, der vielleicht nicht ganz so "reinknallt" wie der vorige, aber wie ich finde, weniger makaber ist.
Apropos makaber. Erinnert ihr euch an die Sklaverei? Haben wir auch alle mal von gehört. Das war vor langer Zeit, als die Weißen sich schwarze Menschen einkauften und sie ohne Lohn für sich arbeiten ließen - Essen und Schlaf nur so viel wie gerade zum Überleben nötig war. Das war schlimm, aber ist ja schon lang vorbei. Denkt man.
Wieder eine Tüte Pistazien und das Cola-Wein-Gemisch by hand habe ich Getdocued mal wieder genutzt, um mich ein wenig berieseln zu lassen. Also, was schauen? Nach ein wenig ziellosem Browsen stieß ich in der Kategorie Politik auf etwas Interessantes: Slavery - a global investigation. Gehört doch zu Geschichte? Schon wollte ich mich ans Aufräumen machen und die Doku richtig einsortieren, entschloss mich dann aber doch den Konsum meiner Pistazien mit dem 80-minütigen Film zu verbringen.
Sklaven, Geschichte? Heutzutage gibt es mehr versklavte Menschen auf der Welt als jemals zuvor! Wie bitte? Im Film werden zwei Briten begleitet, die durch die Welt reisen, auf der Suche nach Sklaven und jenen Institutionen, die sich darum bemühen der Sklaverei Einhalt zu gebieten. Denn diese ist in allen Ländern der Welt illegal. Auch in Indien, wo trotzdem jährlich mehrere tausend Kinder - vorzugsweise im besonders armen Nordosten des Landes - mit Versprechungen aus ihren Dörfern gekidnapped werden um auf abgelegenen Plantagen Teppiche zu knüpfen, 20 Stunden am Tag, eingesperrt und durch Schläge eingeschüchtert. Erzählt wird die Geschichte einer ländlichen Familie, die seit über fünf Jahren ihren Sohn vermisst - er wurde zusammen mit seinem Cousin aus dem Dorf beim Spielen entführt und wird seither von seinem Vater auf einer Plantage in der Nähe Varanasis vermutet, denn es gehen Gerüchte um, dass dort versklavte Kinder arbeiten sollen. Sein Sohn war fünf Jahre alt, als er zum Arbeiten entführt wurde. Vater und Mutter sind wahnsinnig vor Sorge um ihr Kind und können doch nichts tun, da sie ihre Familie versorgen müssen und weder Zeit noch Geld haben, ihr Kind zu suchen. Eine indische Organisation befindet sich auf den Spuren der Sklavenhändler und befreit immer wieder Sklaven aus ihrer Gefangenschaft - zumeist Kinder und junge Männer unter 25 Jahren.
Die beiden britischen "Protagonisten" reisen weiter, nach Afrika, Südamerika und schließlich sogar in die USA und Europa, denn unglaublicherweise gibt es auch dort Sklaven. Hier sind es meist Mädchen und junge Frauen aus Asien und Afrika, die mit Versprechungen auf ein Arbeitsvisum und eine ordentliche Anstellung ins Land gelockt und dann als unbezahlte Haushälterinnen eingesperrt werden.
Ich könnte ewig weiterschreiben - diese 80 Minuten sind voll von unglaublicher Grausamkeit, zeigen aber gleichsam die Erfolge auf, die in diesem Bereich bereits gemacht wurden. Und die Doku lässt einem am Ende nicht im Regen stehen, sondern sagt uns auch, was wir machen können, um dieser Ungerechtigkeit entgegen zu wirken und nicht weiter "ihr Fleisch essen", wie es ein befreiter Sklave genannt hat. Und es ist ganz einfach: einkaufen gehen!
Was kaufen? Schokolade, Tee, Kaffee, Reis, Gewürze, Bananen, Honig und auch Baumwolle, sind die am schlimmsten "betroffenen" Produkte - alles Dinge, auf die wir ungern verzichten wollen, richtig? Muss und soll ja auch niemand, dafür gibts ja die Fairtrade-Produkte. Boah, jetzt immer extra zum Bio-Öko-Reformhaus fahren anstatt bei Penny oder Rewe um die Ecke einzukaufen? Auch wenn das sicher am besten - auch für uns selbst - wäre, muss es nicht sein. Denn Produkte aus dem fairen Handel gibts sehr wohl bei Rewe um die Ecke, und auch bei Edeka, Karstadt, Kaufhof und seit neuestem sogar Fairtrade-Kaffee bei Penny! Bei Rewe gibts zum Beispiel Schokolade, aber u.a. auch Tee, Kaffee und Gewürze - wie ich aus Erfahrung zu berichten weiß. Sehr lecker das Ganze, sehr gut und auch nicht teurer als vergleichbare Markenprodukte die nicht aus biologischem Anbau sind und bei denen man sich nicht sicher sein kann, wie viele Menschen dafür umsonst geschuftet haben, wieviele Kinder sich die Rücken krumm arbeiten mussten, ehe sie überhaupt wussten wie sie ihren eigenen Namen schreiben.
Was die Teppichindustrie betrifft, so ist dort Rugmark zu nennen, eine internationale Initiative, die den indischen Teppichmarkt überprüft - Teppiche mit einem Rugmark-Siegel sind definitiv nich von Sklaven- oder Kinderhand geknüpft und auch in Deutschland überall zu kaufen - z.B. beim Otto-Versand, Obi, Bauer, Neckermann, Quelle usw.
Ihr seht, verzichten müssen wir auf nix und können trotzdem wenigsten ein bisschen was Gutes tun - es muss nur den Weg in unsere Alltagsroutine finden. Den direkten Weg zu Dokumentation findet ihr HIER
Und noch viel schöner: Einkaufsmöglichkeiten für Fairtradeprodukte gibt es HIER - ihr werdet staunen!
Euer Pochii.
Apropos makaber. Erinnert ihr euch an die Sklaverei? Haben wir auch alle mal von gehört. Das war vor langer Zeit, als die Weißen sich schwarze Menschen einkauften und sie ohne Lohn für sich arbeiten ließen - Essen und Schlaf nur so viel wie gerade zum Überleben nötig war. Das war schlimm, aber ist ja schon lang vorbei. Denkt man.
Wieder eine Tüte Pistazien und das Cola-Wein-Gemisch by hand habe ich Getdocued mal wieder genutzt, um mich ein wenig berieseln zu lassen. Also, was schauen? Nach ein wenig ziellosem Browsen stieß ich in der Kategorie Politik auf etwas Interessantes: Slavery - a global investigation. Gehört doch zu Geschichte? Schon wollte ich mich ans Aufräumen machen und die Doku richtig einsortieren, entschloss mich dann aber doch den Konsum meiner Pistazien mit dem 80-minütigen Film zu verbringen.
Sklaven, Geschichte? Heutzutage gibt es mehr versklavte Menschen auf der Welt als jemals zuvor! Wie bitte? Im Film werden zwei Briten begleitet, die durch die Welt reisen, auf der Suche nach Sklaven und jenen Institutionen, die sich darum bemühen der Sklaverei Einhalt zu gebieten. Denn diese ist in allen Ländern der Welt illegal. Auch in Indien, wo trotzdem jährlich mehrere tausend Kinder - vorzugsweise im besonders armen Nordosten des Landes - mit Versprechungen aus ihren Dörfern gekidnapped werden um auf abgelegenen Plantagen Teppiche zu knüpfen, 20 Stunden am Tag, eingesperrt und durch Schläge eingeschüchtert. Erzählt wird die Geschichte einer ländlichen Familie, die seit über fünf Jahren ihren Sohn vermisst - er wurde zusammen mit seinem Cousin aus dem Dorf beim Spielen entführt und wird seither von seinem Vater auf einer Plantage in der Nähe Varanasis vermutet, denn es gehen Gerüchte um, dass dort versklavte Kinder arbeiten sollen. Sein Sohn war fünf Jahre alt, als er zum Arbeiten entführt wurde. Vater und Mutter sind wahnsinnig vor Sorge um ihr Kind und können doch nichts tun, da sie ihre Familie versorgen müssen und weder Zeit noch Geld haben, ihr Kind zu suchen. Eine indische Organisation befindet sich auf den Spuren der Sklavenhändler und befreit immer wieder Sklaven aus ihrer Gefangenschaft - zumeist Kinder und junge Männer unter 25 Jahren.
Die beiden britischen "Protagonisten" reisen weiter, nach Afrika, Südamerika und schließlich sogar in die USA und Europa, denn unglaublicherweise gibt es auch dort Sklaven. Hier sind es meist Mädchen und junge Frauen aus Asien und Afrika, die mit Versprechungen auf ein Arbeitsvisum und eine ordentliche Anstellung ins Land gelockt und dann als unbezahlte Haushälterinnen eingesperrt werden.
Ich könnte ewig weiterschreiben - diese 80 Minuten sind voll von unglaublicher Grausamkeit, zeigen aber gleichsam die Erfolge auf, die in diesem Bereich bereits gemacht wurden. Und die Doku lässt einem am Ende nicht im Regen stehen, sondern sagt uns auch, was wir machen können, um dieser Ungerechtigkeit entgegen zu wirken und nicht weiter "ihr Fleisch essen", wie es ein befreiter Sklave genannt hat. Und es ist ganz einfach: einkaufen gehen!
Was kaufen? Schokolade, Tee, Kaffee, Reis, Gewürze, Bananen, Honig und auch Baumwolle, sind die am schlimmsten "betroffenen" Produkte - alles Dinge, auf die wir ungern verzichten wollen, richtig? Muss und soll ja auch niemand, dafür gibts ja die Fairtrade-Produkte. Boah, jetzt immer extra zum Bio-Öko-Reformhaus fahren anstatt bei Penny oder Rewe um die Ecke einzukaufen? Auch wenn das sicher am besten - auch für uns selbst - wäre, muss es nicht sein. Denn Produkte aus dem fairen Handel gibts sehr wohl bei Rewe um die Ecke, und auch bei Edeka, Karstadt, Kaufhof und seit neuestem sogar Fairtrade-Kaffee bei Penny! Bei Rewe gibts zum Beispiel Schokolade, aber u.a. auch Tee, Kaffee und Gewürze - wie ich aus Erfahrung zu berichten weiß. Sehr lecker das Ganze, sehr gut und auch nicht teurer als vergleichbare Markenprodukte die nicht aus biologischem Anbau sind und bei denen man sich nicht sicher sein kann, wie viele Menschen dafür umsonst geschuftet haben, wieviele Kinder sich die Rücken krumm arbeiten mussten, ehe sie überhaupt wussten wie sie ihren eigenen Namen schreiben.
Was die Teppichindustrie betrifft, so ist dort Rugmark zu nennen, eine internationale Initiative, die den indischen Teppichmarkt überprüft - Teppiche mit einem Rugmark-Siegel sind definitiv nich von Sklaven- oder Kinderhand geknüpft und auch in Deutschland überall zu kaufen - z.B. beim Otto-Versand, Obi, Bauer, Neckermann, Quelle usw.
Ihr seht, verzichten müssen wir auf nix und können trotzdem wenigsten ein bisschen was Gutes tun - es muss nur den Weg in unsere Alltagsroutine finden. Den direkten Weg zu Dokumentation findet ihr HIER
Und noch viel schöner: Einkaufsmöglichkeiten für Fairtradeprodukte gibt es HIER - ihr werdet staunen!
Euer Pochii.
determined
busy